Natürlich könnte ich sagen, dass mich das alles nichts mehr angeht, aber das tut es doch, denn immerhin habe ich ja noch Familie und Freunde in Deutschland und so ist mein Blick in diesen Tage ein besorgter, denn die Meldungen aus dem fernen Europa und dem nahen Osten sind über alle Maßen besorgniserregend. Natürlich ist da immer noch der Krieg in der Ukraine, der eigentlich einmal als schnelle „Spezialoperation“ geplant war und inzwischen knapp 200.000 Todesopfer gefordert hat, wobei ein Ende nicht absehbar ist. Aus der Ukraine sind die Menschen in Scharen geflüchtet, wer will es ihnen verdenken und mehr als eine Million Ukrainer haben Schutz in der Bundesrepublik Deutschland gesucht. Und gefunden. Nach meinem Selbstverständnis ist ein reiches und sicheres Land wie Deutschland selbstverständlich verpflichtet, politischen Flüchtlingen eine, zumindest temporäre, Sicherheit zu geben, das sollte keine Frage sein. Aber – die eine Million Ukrainer kommen zu den inzwischen ca. 3 – 4 Millionen Syrern, Afghanen, Irakern, Nordafrikanern etc. hinzu und irgendwann bricht nicht nur ein Sozial- und Schulsystem zusammen, irgendwann ist ein Land am Ende seiner Kapazitäten angelangt. Nimmt man die Wahlen in Bayern und Hessen als Maßstab, dann ist dieses Ende erreicht, denn diese Wahlen bedeuten keinen Protest, sondern eher eine Abwahl für eine Ampel-Koalition, die die Sorgen der eigenen Bevölkerung offenbar nicht versteht respektive nicht verstehen will.
Wenn ich registriere, dass in beiden Bundesländer eine unwählbare Partei wie die AfD zweitstärkste Kraft in westlichen Ländern werden kann, während eine liberale Partei wie die FDP in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, überkommt mich die blanke Angst, denn mit Blick auf die nächste Bundestagswahl wird das nicht weniger werden, im Gegenteil. Ich möchte nicht in ein Deutschland kommen, in dem Rechtsradikale mitregieren, was für eine unglaubliche Vorstellung. Tatsache ist jedoch, dass etwas passieren muss, ansonsten strafen die Wähler weiterhin.
Radikale Palästinenser überfallen Israel, richten Blutbäder unter der Zivilbevölkerung an, entführen Alte, Frauen und Kinder und benutzen diese nun als Schutzschilde gegen israelische Vergeltung. Natürlich ist der Staat Israel nicht ohne Schuld, ganz im Gegenteil, denn besonders militante Siedler in den besetzten Gebieten machen ebenfalls keine Gefangenen, einen gewissen Zorn unter der arabischen Bevölkerung ist durchaus verständlich. Dennoch: Das, was dort gerade passiert, ist Terror im Sinne von ISIS und Al-Quaida und wenn jemand meint, die Ermordung von isrealischen Zivilisten in Deutschland feiern zu müssen, gibt es nur einen Weg: Festnahme und Abschiebung am nächsten Tag. Hier kann und darf es keine Toleranz geben, ansonsten verliert man auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit. Und in allererster Linie geht es genau darum, um die Glaubwürdigkeit in der eigenen Bevölkerung und diese hat die Regierung der Bundesrepublik Deutschland längst verloren. Neulich habe ich gelesen, dass in meiner Heimatstadt Hamburg mehr Asylanten untergebracht wurden als in Ungarn, wie will ich das der steuerzahlenden Bevölkerung erklären? Wie erkläre ich, dass immer noch Schiffe im Mittelmeer vom Staat unterstützt werden, die Flüchtlinge retten. Natürlich ist dies eine humane Aktion, aber wenn ich den Leuten signalisieren, dass sie im Zweifelsfall gerettet werden, wie will ich sie dann davon abhalten, überhaupt in die Boote zu steigen?
Nun, dies ist ein abendfüllendes Thema und ich habe die Probleme auch bestenfalls angerissen und dennoch – ich betrachte das alles mit einer Mischung aus Sorge um die Menschen, die ich dort kenne und Befriedigung, weil ich dort eben nicht mehr leben muss.
Hassan steht im Eingang eines Handyladens an der Sonnenallee. Ein junger Mann, Airpods in den Ohren. Ob er etwas von der Demonstration mitbekommen hat, bei der am Samstag ein paar Meter die Straße runter der Angriff der Terrorgruppe Hamas auf Israel bejubelt wurde? „Ja klar, ich war da“, sagt der junge Mann. „Damit jeder weiß, dass wir hinter unserem Land stehen.“ Unser Land: Das ist für ihn Palästina. (Quelle: Stern.de)
Und exakt hier liegt das Problem. Ihr Land ist Palästina. Oder Syrien. Oder Afghanistan. Oder Tunesien. Aber leben will Hassan mit den Airpods nicht in „seinem“ Land, aber nicht etwa, weil er dort politisch verfolgt wurde, sondern weil man sich in Deutschland so wunderbar durchfüttern lassen kann. Hier kann man seine radikalen, hasserfüllten Parolen rausbrüllen, Steine auf Polizei-Autos werfen und Lehrer verprügeln. Und man wird sogar noch dafür bezahlt.
All dies ist den Bürgern und Wählern in Deutschland nicht mehr vermittelbar, wenn sie selbst erleben, dass sie in ihrem eigenen Land mehr und mehr an den Rand gedrängt werden.
Übrigens: Jegliche Aktion gegen jüdische Mitbürger, eben auch „Feierlichkeiten“ wie die u.a. in Berlin, fallen in Deutschlands Kriminalstatistik unter „rechte Gewalt“.
Mich besorgt das alles ebenso. Lebe ja noch in Deutschland, und muss mich inzwischen selber dazu zwingen nicht mehr soviel Nachrichten zu lesen. Das macht einen nur noch krank. Leider habe ich nach der Wahl TV geschaut und mir die Aussagen der gesamten Parteien angeschaut. Die Ampel wird nichts ändern, weil Sie es schlicht und einfach nicht wahrhaben wollen und hauen stattdessen lieber verbal auf die AFD ein. Ist ja auch einfacher als sich mal selber zu hinterfragen. Schlägt sich aber dann eben in den Wahlergebnissen nieder. Bin mal gespannt ob dann etwas passiert, wenn im Osten gewählt wurde…
Ich bin ganz bestimmt kein Ausländerfeind. Politisch würde ich mich als liberal/konservativ bezeichnen, aber wenn Immigranten hier null Identifikation, Leistungsbereitschaft, Integrationswillen und Respekt der Kultur zeigen, dann ist bei mir persönlich Ende.
Das bittere ist nur man fühlt sich politisch machtlos. Die CDU hat es alles erst ins Rollen gebracht (meiner Meinung nach ebenso den Aufstieg der AFD) und die AFD ist eben nicht wählbar. Ein vergesslicher Kanzler und alles was links von Ihm steht befindet sich in Ihrer eigenen ideologischen Blase.
Und dieser Niedergang- das ist es für mich- spielt sich dann Tag für Tag vor den eigenen Augen ab. Die Werte, für die Deutschland steht, geraten immer mehr in den Hintergrund.
Und auch offiziell gehts als einziges Industrieland abwärts.
Das war jetzt genug Dampf, sei froh dass Du am anderen Ende der Welt wohnst. 😉
Moin Ulli, Du bringst das Thema gut auf den Punkt. Es läuft so viel schief in diesem Land, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Und ich denke, dass viele Neu-AfD-Wähler keine Rechtsradikalen sind, sondern einfach verzweifelte Menschen, die hoffen, dass es nicht schlimmer werden kann als es jetzt schon ist. Allem voran stehen die desaströse Energiepolitik und die unkontrollierte Migration und deren Folgen. Auch dass Straftaten kaum mehr Konsequenzen nach sich ziehen ist eine Katastrophe. Die Gerichte in Berlin z.B. sind erstens völlig überfordert und zweitens mit Richtern besetzt, die in den vergangenen 22 Jahren von Rot/Grün installiert wurden. Das bedeutet, dass die ganzen Straftaten z.B. der „Letzten Generation“ kaum oder gar nicht geahndet wurden/werden. Das sind ja quasi „Gesinnungsgenossen“ bzw. Wähler. Aber auch Täter mit Migrationshintergrund werden mit Samthandschuhen angefasst. Weil: Wir sind doch keine Nazis! Bei Straftaten generell gibt es in Berlin laut Polizeilicher Kriminalstatistik von 2022 einen Zuwachs von 7,8%. Bei gleichzeitigem Rückgang der Aufklärungquote von 45,3% auf 44,9%. Das heißt im Klartext: Mindestens jeder zweite Schwerstverbrecher kann sich sicher sein, dass er ungeschoren davonkommt. Der Anteil der Nicht-Deutschen liegt übrigens laut dieser offiziellen Statistik bei 53%. Das finde ich erschreckend, wenn man bedenkt, dass deren Anteil in Berlin bei 22% (bundesweit 14%) liegt. Diese Wenigen verüben also mehr als die Hälfte der Straftaten… So, genug der negativen Tatsachen, ich gehe jetzt mit meinem Hund spazieren. Ich schließe mich noch meinem Vor-Kommentator an: Sei froh, dass Du weit weg bist.
Moin Karsten,
Mensch, wir kennen uns seit fast 60 Jahren und haben uns so lange nicht gesehen. Danke für deinen Kommentar, zu dem ich noch etwas ergänzen möchte. Du schreibst von den sogenannten „Nicht-Deutschen“, aber ich habe vor Kurzem eine Statistik zum Thema „Gewaltverbrechen u.a. an Hauptbahnhöfen“ gelesen und dort wurden die Vornamen der Täter genannt, eben auch die der Deutschen. Ich kann soviel verraten: Namen wir Karsten, Michael, Kevin oder Yannik machten dort ungefähr 5% aus, der Rest der „deutschen“ Täter hießen Hassan, Ali, Mohamad, Bakary etc.